Workshopeindrücke: Virtuelle Forschungsumgebungen – erste Erfahrungen und Ergebnisse

Gestern (22.6.11) fand ein Workshop der DINI (Deutsche Initiative für Netzwerkinformation) und der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) zum Thema „Virtuelle Forschungsumgebungen – erste Erfahrungen und Ergebnisse“ an der Humboldt-Universität zu Berlin in Adlershof statt.

Informationen zum Workshop finden sich auf der DINI Website.

Ein Ziel war der Erfahrungsaustausch von Personen, die in die Entwicklung und den Betrieb von Virtuellen Forschungsumgebungen in Deutschland involviert sind. Ein weiteres Ziel war die Diskussion der Zukunft von Virtuellen Forschungsumgebungen (auch in Hinblick auf die Governance der Förderer – adressiert wurden explizit die DFG und das BMBF).

Themen waren u.a.:

In der Regel werden Infrastrukturvorhaben über einen mehrjährigen Zeitraum gefördert. Mit dem Ende der Förderung stellt sich die Frage nach dem Weiterleben der Virtuellen Forschungsumgebungen. Wer ist für sie zuständig, wer entwickelt weiter, etc.?

Eine unüberschaubare Landschaft an Virtuellen Forschungsumgebungen ist in Deutschland in den letzten Jahren entstanden. Wie können hier Synergien erzeugt und eine Nachnutzbarkeit erreicht werden?

Das Thema unseres Projektes spielte vorsichtig eine Rolle: Wie verhalten sich Infrastruktur und Fachwissenschaft zueinander? Auch wenn diese Ordung der Wissenschaft, die von einer Trennung in Infrastruktur/Service und Forschung/Fachwissenschaft ausgeht, nicht im Hinblick auf ihre Konstruiertheit diskutiert wurde, so wurde doch gesehen, dass in die Trennung zwischen Forschung und Infrastruktur Bewegung geraten ist.

Wir hatten die Möglichkeit, unser Projekt mit einem Poster in einer Posterausstellung zu präsentieren. Wir waren das einzige Projekt auf dieser spannenden Veranstaltung, dass auf einer Mikroebene E-Infrastrukturentwicklungen sozialwissenschaftlich analysiert. Und wir bekamen positives Feedback auf unser Vorhaben – da wir jedoch noch am Anfang stehen, konnten wir leider keine Ergebnisse präsentieren;). Aber mir scheint, dass schon die Problemformulierung helfen kann, Denkanstöße zu geben: Es reicht nicht aus davon auszugehen, dass etwas zwischen Infrastruktur und Forschung passiert – vielmehr befinden sie sich in einem wechselseitigen Konstitutionsverhältnis. Sprich, ihr Innenleben ist aktuell betroffen und damti verbunden die Grenzziehung zwischen Infrastruktur und Forschung.

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