Bloggen – eine Frage der Anerkennung?

Am 13.11. las ich in der FAZ Sonntagszeitung einen Artikel über Wirtschaftsblogs. Diese, so der Artikel, würden zunehmend Anerkennung finden:

„Im englischsprachigen Raum hat inzwischen fast jeder Professor, der etwas auf sich hält, ein eigenes Blog […] Die amerikanischen Forscher nehmen die Blogs sogar so ernst, dass manche Universität sie offiziell ins Forschungsprogramm aufgenommen hat.“ (FAZ Sonntagszeitung, 13.11.11, S. 34)

Auch wenn ich davon (noch) nichts merke – klar, unser Projektblog ist winzig und wir sind auch keine Wirtschaftswissenschaftlerinnen 😉 – , so ist es doch spannend, etwas über einen Wandel zu lesen, der sich tatsächlich in einer veränderten Praxis („bloggen und dafür an anderer Stelle weniger publizieren  müssen“) niederschlagen kann.
Freilich wäre es interessant zu wissen, woher der Impuls zur Anerkennung kommt. Sind es die eigenen Kollegen und Kolleginnen, bei denen das Bloggen zunehmend auf Interesse stößt, oder sind es Präsidien und andere Strukturen, die Anreize setzen um das Bloggen prominenter werden zu lassen?

Das Blog ist zumindest heute kein attraktiver Ort für den „ordentlichen“ wissenschaftlichen Artikel – eher scheint doch das Essay, die Skizze, der fußnotenfreie Gedanke in das Format „Blog“ zu passen. Das würde bedeuten, dass sich eine Schreibkultur, die in erster Linie den langen Artikel bevorzugt, öffnen müsste. Ich höre schon, wie der Vorwurf des „Unwissenschaftlichen“ laut wird.

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