Vortrag am HLRS

Am 1.2.12 fand mein Vortrag am High Performance Computing Center Stuttgart (HLRS) statt. Hier sind die Folien. Anwesend waren vor allem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am HLRS. Vor dem Vortrag hatte Prof. Resch noch Zeit mir den Recherraum zu zeigen. Vor allem der „Zwischenboden“ hat mich beeindruckt, da er wie eine eigene Etage unter den Rechnern begehbar ist. Das erleichtert die Arbeit an der Recheninfrastruktur ungemein, da immer wieder Menschen an die Kabel müssen und sie dafür am HLRS nicht wie Höhlenforscher durch enge Schächte kriechen müssen. Leider habe ich im Gebäude kein Foto gemacht :(. Aber hier ist das HLRS von außen:

In der Diskussion fand ich – neben vielen anderen Aspekten – einen Punkt interessant. Es stellte sich die Frage, ob die Informatik von anderen Wissenschaften lernen könne, die eben auch anwendungsorientiert und nicht nur grundlagenbezogen arbeiten. Ich kenne mich in der Informatik leider nicht aus, aber hier scheint es also ein Graben zwischen der Forschung, wie sie bspw. am Rechenzentrum durchgeführt wird und einer stärker theoretischen Informatik zu existieren.
Nun fiel mir dabei eine Entwicklung ein, die ich in der Klimaforschung am Rande mitbekomme. Dabei geht es vereinfacht gesagt um Stimmen, die eine „Rückbesinnung“ auf die eigentliche Forschung fordern. Beispielhaft sei aus einem Artikel in der FAZ vom 28.11.11 von Hans von Storch zitiert:
„Auf der Wissensbedarfsseite wird das Interesse an Szenarien für zukünftige Entwicklungen weiter zunehmen. Die Aufgabe der Szenarienerstellung wird aber von einer wissenschaftlichen Herausforderung zur rein technischen Aufgabe degenerieren. […] Insofern wird sich die naturwissenschaftliche Klimaforschung auf legitim neugiergetriebene Fragen, etwa zur Klimageschichte, fokussieren, während eine de facto ingenieurwissenschaftliche Richtung sich auf klimatechnische Fragen kaprizieren wird…“
Es ist auch die Rede von der industriellen Produktion von Szenarien. Mit Blick auf die Klimaforschung kann man also sagen, dass es gar nicht so einfach ist, der Forschung nur ein Etikett aufzudrücken. Es gibt eher eine Gleichzeitigkeit verschiedener Forschungsstile und ein Pulsieren zwischen ihnen, das von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst wird.

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