Digitale Kunstgeschichte: Herausforderungen und Perspektiven

Digitale Kunstgeschichte: Herausforderungen und Perspektiven
Digital Art History: Challenges and Prospects

Internationale Arbeitstagung

Wann: 26. / 27. Juni 2014
Wo: SIK-ISEA, Zollikerstrasse 32 (Nähe Kreuzplatz), CH-8032 Zürich

 

Programmflyer (pdf)

 

 

Auf dieser Tagung werde ich den Workshop „Digital Workspace“ leiten. Hier mein Abstract zum Workshop:

Virtual Research Environments (VREs) /Digital Workspaces[1] sind ein an Bedeutung zunehmender Bestandteil von Forschungsinfrastrukturen, deren Stabilität (technisch, betrieblich etc.) eine Grundvoraussetzung für Forschung ist (siehe Workshop Nachhaltigkeit). Häufig wird als wesentliches Merkmal einer VRE die Möglichkeit zu neuen kooperativen Forschungstätigkeiten unabhängig von Zeit und Ort benannt. Diese Sichtweise berücksichtigt nicht, dass die VRE selbst kein unveränderliches und fertiges Produkt darstellt, welches man als Wissenschaftler/in „nur“ benutzen muss. Digital Workspaces sind in diesem Sinne lebendige und in mehrfacher Hinsicht heterogene Gefüge.

Beispiele:

  • Heterogene Akteurskonstellation in Entwicklung und Betrieb einer VRE

An der Entwicklung einer VRE partizipieren in der Regel Fachwissenschaftler, Informatiker, Projektmanager und „hybride“ Akteure, die häufig eine fachwissenschaftliche Ausbildung besitzen und gleichzeitig im IT-Sektor Kompetenzen erworben haben. Die spezifische Zusammensetzung einer VRE ist abhängig vom jeweiligen Entwicklungsgrad der VRE und ihrem fachwissenschaftlich spezifischen Kontext. Die Fluidität erfordert eine gute Dokumentation, da gegebenenfalls durch den Wegfall von Personen Wissen verloren geht.

Die hybriden Akteure sind von besonderer Bedeutung, weil sie Übersetzungsarbeit zwischen Fachwissenschaft und Informatik leisten können (Frage der Qualifizierung dieser Akteure).

Nach wie vor wird das Mitwirken an Infrastrukturmaßnahmen als „Serviceleistung“ bewertet. Damit geht die Problematik einher, dass das fachwissenschaftliche Engagement von der eigenen Community zu wenig anerkannt wird. Da VREs von ihrer Nutzung durch Fachwissenschaftler leben, muss die Verbindung zu ihnen aktiv gestaltet werden, um nicht am Bedarf vorbei zu entwickeln (siehe Nutzungsanforderungen).

  • Heterogene Nutzungsanforderungen

Die Nutzung einer VRE hängt von ihrer Attraktivität für die Wissenschaftler ab. Dabei ist Nutzer nicht gleich Nutzer. Es gibt „Experten“, denen der Umgang mit digitalen Werkzeugen vertraut ist und die vielleicht sogar selbst an der Entwicklung digitaler Werkzeuge mitwirken. Andere dagegen erwarten ein System, das so einfach wie Google zu nutzen ist. Manche Nutzer wollen vielleicht „nur“ einen gängigen Workflow zur Verfügung haben, andere benötigen spezifische Anwendungen. Die Fragen, welche Typen von Nutzern es gibt und wie kontextspezifisch der Digital Workspace ist, sind also zentral für den Erfolg einer VRE. In diesem Zusammenhang muss erstens die Frage nach der Qualifizierung zur fachgerechten Nutzung diskutiert werden. Zweitens ist darüber zu reflektieren, welche Unterstützungsleistungen dem Forschenden vor Ort (Stärkung der lokalen Ressourcen) und durch die Betreiber einer VRE (Angebot von Schulungen etc.) zur Verfügung stehen sollten.

 

[1] VRE und Digital Workspace werden hier synonym verwendet.

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