Schlussbericht

Hier können Sie unseren Schlussbericht finden.

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Technik als Denkstil ?

Endlich erschienen:

Palfner, Sonja (2014): Technik als Denkstil ? – E-Infrastrukturen in der Wissenschaft, in: Kaminski, Andreas/Gelhard, Andreas (Hrsg.): Zur Philosophie informeller Technisierung, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.

http://www.wbg-wissenverbindet.de/shop/ProductDisplay?storeId=10151&urlLangId=-3&productId=205005&urlRequestType=Base&langId=-3&catalogId=10001

2nd CFP Special Issue KNOWLEDGE INFRASTRUCTURES (S&TS)

2nd Special Issue Announcement

KNOWLEDGE INFRASTRUCTURES

Science & Technology Studies

Special Issue Guest Editors
Helena Karasti, Florence Millerand, Christine M. Hine, Geoffrey C. Bowker

In recent decades we have witnessed important changes in research and knowledge production. Whether these changes are promoted as a transformative force enabling new forms of investigation or perceived as buttressing existing forms of research, they are associated with developments in information technologies and infrastructures. These developments aim to pull people together, supporting distributed collaboration or facilitating new joint activities and endeavors across domains, fields, institutions, and geographies. They offer new opportunities for the sharing and connecting of information and resources – data, code, publications, computing power, laboratories, instruments, and major equipment. They often bring together a diversity of actors, organizations and perspectives from, for instance, academia, industry, business, and general public. The social, material, technical, and political relations of research and knowledge production are changing through digitalization of data, communication and collaboration, virtualization of research communities and networks, and infrastructuring of underlying systems, structures and services. These emerging phenomena participate in ongoing transitions in the scholarly arena, and in society in general: traditional ways of doing research may be challenged and knowledge production may become more distributed and broader in participants. These phenomena have been cast under several labels such as big science, data-driven science, networked science, open science, Digital Humanities, and science 2.0. Other terms used are: e-Science, e-Social Science, e-Research, e-Infrastructure, and cyberinfrastructure.

The aim of this first special issue on the topic of knowledge infrastructures in an STS journal is to take stock of existing research and chart new directions. For taking stock our scope is inclusive. We are open to investigations of knowledge infrastructures of all disciplines and research fields, from all theoretical and methodological perspectives, from all geographical locations. We also solicit studies of knowledge infrastructures that are not limited to scholarly knowledge production, but address, for instance citizen science, ‘hacker science’, as well as studies that address emerging forms of knowledge production, for instance open science and research 2.0, or studies that explore knowledge infrastructures in commercial or public services domains. To be able to chart new directions we encourage papers that clearly focus on knowledge infrastructures and contribute to furthering our understanding of infrastructures for research and knowledge production.

This special issue seeks articles that help the STS field to understand complex issues involved with knowledge infrastructures for research and knowledge production. We encourage empirical, conceptual, theoretical, and methodological contributions.

Submission date: October 19, 2014. Please, let us know as soon as possible if you intend to submit.

Further information available: http://www.sciencetechnologystudies.org/node/2333

WordPress Jahresbericht 2013

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2013 an.

Hier ist ein Auszug:

Eine Cable Car in San Francisco fasst 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 1.600 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 27 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

***Projektinfo***

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit dem 13. Dezember 2013 befinde ich mich im Mutterschutz. Fragen zum Projekt beantworte ich deshalb evtl. mit einiger Verzögerung.

Das Projekt endet im Februar 2014, unser Blog bleibt aber weiter aktiv.

Ich wünsche Ihnen/Euch eine erholsame und schöne Weihnachtszeit und einen guten Start in ein erfolgreiches Jahr 2014!

Sonja Palfner

Werkstattgespräch: Infrastruktur und/als/oder/für Forschung? Perspektiven sozialwissenschaftlicher Wissenschafts-und Technikforschung auf E-Science und Digital Humanities

Einladung zu einem Werkstattgespräch (pdf)

Infrastruktur und/als/oder/für Forschung? Perspektiven sozialwissenschaftlicher Wissenschafts-und Technikforschung auf E-Science und Digital Humanities

04./05. Dezember 2013

Zentrum Technik und Gesellschaft, TU Berlin

Wir laden Kolleginnen und Kollegen ein, die sich mit Entwicklungen von digitalen Forschungsinfrastrukturen beschäftigen, in einer informellen und zwanglosen Atmosphäre gemeinsam über sozialwissenschaftliche Fragen rund um Praxen und Dynamiken der E-Science und Digital Humanities zu diskutieren.

Inhalt

Forschungsinfrastrukturen werden als Architekturmodelle, als Layer-Modelle, als vertikale und horizontale Gefüge von Basisdiensten, Middleware, Werkzeugen und Communities etc. dargestellt. Aus sozialwissenschaftlicher Perspektive wollen wir sie als soziale Gefüge der Technik und Organisation von Wissenschaft verstehen.

In diesem Sinne kann man sagen, dass Forschungsinfrastrukturen Möglichkeitsbedingungen für Forschung sind: Sie sind somit praktisch an der Wissenschaftskonstruktion, -re-konstruktion und -neukonstruktion beteiligt. Nun weisen Infrastrukturen eine gewisse Stabilität und Unsichtbarkeit auf – man wird ihrer erst gewahr, wenn es zu Störungen kommt und sie nicht mehr „richtig“, entsprechend der Erwartungshaltung, funktionieren. Ihr kulturelles Werden und Wirken ist in der Regel geblackboxed.

In der Wissenschaft entfaltet sich seit einiger Zeit eine Vielzahl an infrastrukturellen Aktivitäten: Das Versprechen lautet, dass neue digitale Infrastrukturen mit ihren Werkzeugen, Datenarchiven, Diensten etc. eine bessere Forschung ermöglichen und damit wesentlich zur wissenschaftlichen Innovation beitragen. Während in den Natur- und Technikwissenschaften eine infrastrukturelle Ausdifferenzierung und Professionalisierung schon vor längerer Zeit eingesetzt hat, nehmen die Geisteswissenschaften derzeit unter dem Label „Digital Humanities“ oder „ eHumanities“ erst richtig Fahrt auf.

Nun fallen Infrastrukturen nicht vom Himmel. Sie müssen entwickelt werden, wobei sie auf Vorhandenes aufsetzen und dieses gleichsam herausfordern. Im Bauen von Infrastrukturen treffen etablierte Ordnungsmuster von Techniken, Räumen, sozialen Architekturen und normiertem Verhalten auf neue Anforderungen. In Forschungsinfrastrukturentwicklungen werden somit Technik und Organisation der Wissenschaft verhandelt. Hier werden Regeln und Normen und auch Annahmen über menschliches Verhalten explizit, die sonst im Verborgenen den Alltag und das Handeln der Menschen leiten. Man stellt Fragen über eine angemessene Technik und Organisation der Wissenschaft, die man sonst als gegeben voraussetzt und die einem – auch im Hinblick auf die impliziten Machtstrukturen der Wissenschaft – normalerweise unbewusst sind.

Ein zentraler Mechanismus in der Infrastrukturentwicklung ist die Aufteilung in Dienstleistung und Forschung. Diese Trennung bedeutet eine Hierarchisierung von Wissen und eine spezifische Verteilung von Ressourcen. Dabei werden Wissenspraktiken in- und exkludiert. Das betrifft bspw. Formen der Anerkennung von Infrastrukturarbeit und Karrierewege der Infrastruktur-Akteure. Dieser Prozess ist von Konflikten begleitet, weil „alte“ Trennungsmuster und Verhaltensnotwendigkeiten mit neuen Anforderungen nicht mehr übereinstimmen. Die soziale und epistemische Bedeutung von Infrastrukturen wird verhandelt und somit zu einem offenen Unternehmen. Nicht umsonst wird Infrastrukturentwicklung von beteiligten Wissenschaftlern auch als Forschungsprojekt mit ungewissem Ausgang gesehen.

Uns interessieren Dynamiken im Dreieck zwischen Technik, Organisation und Forschung: Infrastruktur und/als/oder/für Forschung? Das bedeutet bspw., nicht von der Trennung zwischen Infrastruktur und Forschung auszugehen, sondern sich analytisch damit zu beschäftigen, wie es zu dieser Trennung kommt und welche Effekte dies auf die Wissenschaft hat.

Im zweiten Teil des Werkstattgesprächs möchten wir uns mit der Frage beschäftigen, was sozialwissenschaftliche Wissenschafts- und Technikforschung zur Praxis der Infrastrukturentwicklung beitragen kann. Unser eigenes Forschungsprojekt (https://escience-interfaces.net/projekt/) hatte als Begleitforschung mehrere Zielgruppen (Entwicklungspraxis von E-Science bzw. Digital Humanities, eigene Disziplin, Förderer BMBF) im Blick. Nun sind die Erwartungen an die zu generierenden Ergebnisse für die jeweiligen Adressaten nicht deckungsgleich. In einer begrenzten Projektlaufzeit kommt es daher unweigerlich zu (gewollten/ungewollten) Schwerpunktsetzungen zwischen der Generierung von Wissen für die eigene Disziplin und dem Transfer dieses Wissens in die anwendungsorientierte Praxis und Wissenschaftspolitik.

Es stellt sich die Frage, ob und wie die Wissenschafts- und Technikforschung in der Lage ist, ein Reflexions- und Orientierungswissen zu generieren, das die beforschten Akteure in ihr Handeln integrieren können/wollen.

Erwünschte Beiträge

Wir laden Kolleginnen und Kollegen herzlich ein, sich mit einem Beitrag aus der eigenen Forschung an der Werkstatt zu beteiligen. Der Beitrag kann sich sowohl auf den analytischen Teil „Dynamiken im Dreieck zwischen Technik, Organisation und Forschung“ als auch auf den forschungspraktischen Teil „Reflexions- und Orientierungswissen“ beziehen. Es können Einblicke in das eigene Forschungsprojekt gegeben oder Impulsreferate zu spezifischen Fragen gehalten werden, die für das Thema der Veranstaltung spannend erscheinen.

Termin und Ort

04. Dezember 2013, 13.00 – 18:00

05. Dezember 2013, 10:00 – 13:00

Zentrum Technik und Gesellschaft, TU Berlin, Hardenbergstr. 16 – 18, 10623 Berlin, Raum 6.06.

Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenlos, die Anzahl der Teilnehmer/-innen jedoch begrenzt. Bei Interesse an einer Teilnahme bitten wir um eine E-Mail bis zum 19. November mit einem aussagekräftigen Beitragsvorschlag an: sonja.palfner[at]tu-berlin.de.

Die Reisekosten werden für die aktiv Teilnehmenden durch die Veranstalterinnen übernommen.

Working Papers

Bald endet unser Projekt „E-Science Interfaces“ (wir haben eine kostenneutrale Verlängerung bis Ende Februar 14 erhalten).
Anfang Oktober fand ein kleiner Abschlussworkshop beim DLR in Bonn-Oberkassel zusammen mit Vertretern des Projektträgers und des BMBF statt. Aus C3Grid und TextGrid haben die Projektleiterinnen teilgenommen.
Wir möchten heute die Gelegenheit nutzen, Ihnen die Working Papers, die Ulla Tschida und ich für diesen Workshop vorbereitet hatten, zur Verfügung zu stellen.

Working Papers E-Science Interfaces

Inhalt

Die Working Papers geben einen Überblick über Forschungsergebnisse aus dem Projekt E-Science Interfaces (2010-2013). Ihnen liegen Fragen zugrunde, die in der Projektskizze zum Antrag „E-Science und ihre neuen Interfaces. Technische und institutionelle Transformationen der Wissenschaft und deren forschungspraktische Folgen am Beispiel der Geisteswissenschaften (TextGrid) und der Klimaforschung (C3Grid INAD)“ gestellt wurden.[1]

Ziel

Wir verstehen die Beiträge nicht als Gesamtdarstellung der Ergebnisse. Wir haben Aspekte ausgewählt, von denen wir denken, dass sie für den Diskussionszusammenhang des Abschlussworkshops interessant sind. Sie sind nicht auf eine „Theoriediskussion“ der Wissenschafts-, Technik- und Organisationssoziologie ausgerichtet. Vielmehr haben wir versucht, die empirischen Befunde so aufzubereiten, dass sich handlungspraktische Anknüpfungspunkte für die an Infrastrukturentwicklungen beteiligten internen und externen Akteure (hier TextGrid, C3Grid, DLR und BMBF) ergeben können.

Hintergrund

Forschungsinfrastrukturen werden als Architekturmodelle, als Layer-Modelle, als vertikale und horizontale Gefüge von Basisdiensten, Middleware, Werkzeugen und Communities etc. dargestellt. Aus sozialwissenschaftlicher Perspektive wollen wir sie als sozio-technische Gefüge verstehen.

Beiden Teilstudien liegt ein grundsätzliches Interesse daran zugrunde, Technologien und Institutionen der Wissenschaft auf ihre Sozialität hin zu befragen. Weder sind Technologien neutrale Werkzeuge noch sind Institutionen leere Hüllen. Sie sind an der Wissenschaftskonstruktion, -rekonstruktion und -neukonstruktion, also an dem Ordnen der Wissenschaft, beteiligt. So definiert, sind sich Institutionen und Technologien strukturell ähnlich. …

Interesse? Dann lesen Sie hier weiter.