Einladung zur Ergebnispräsentation und Preisverleihung von Coding da Vinci

Coding da Vinci ist der erste Hackathon mit offenen Kulturdaten. 16 Kulturinstitutionen – nicht nur aus Berlin – haben Daten dafür verfügbar gemacht: Museum für Naturkunde, Ethnologisches Museum, ZLB, Berlinische Galerie, Stadtmuseum Berlin, DNB, Europeana, DDB, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, Steinheim Institut Essen u. v. m. Die Daten kann man gut auf der Webseite von Coding da Vinci einsehen.

Zum Auftaktwochenende Ende April wurden diese Datensets vorgestellt – 150 Teilnehmer_innen waren zur Wikimedia Deutschland gekommen, Entwickler_innen, Webdesigner_innern, Menschen, die an Kulturdaten interessiert sind. Die Teilnehmer_innen haben die offenen Daten kreativ bearbeitet – neu gemischt, angereichert, verknüpft… Die Projektskizzen kann man auf dem Hackdash anschauen. Inzwischen sind die Projektideen weiter gediehen. Am 6. Juli ab 10:30 Uhr werden die Ergebnisse des Hackathons im Jüdischen Museum (Lindenstrasse 9-14, 10969 Berlin) öffentlich präsentiert und auch prämiert.

Anmelden kann (und muss) man sich hier auf der CdV-Webseite: http://codingdavinci.de/anmeldung/

Advertisements

Digitale Kunstgeschichte: Herausforderungen und Perspektiven

Digitale Kunstgeschichte: Herausforderungen und Perspektiven
Digital Art History: Challenges and Prospects

Internationale Arbeitstagung

Wann: 26. / 27. Juni 2014
Wo: SIK-ISEA, Zollikerstrasse 32 (Nähe Kreuzplatz), CH-8032 Zürich

 

Programmflyer (pdf)

 

 

Auf dieser Tagung werde ich den Workshop „Digital Workspace“ leiten. Hier mein Abstract zum Workshop:

Virtual Research Environments (VREs) /Digital Workspaces[1] sind ein an Bedeutung zunehmender Bestandteil von Forschungsinfrastrukturen, deren Stabilität (technisch, betrieblich etc.) eine Grundvoraussetzung für Forschung ist (siehe Workshop Nachhaltigkeit). Häufig wird als wesentliches Merkmal einer VRE die Möglichkeit zu neuen kooperativen Forschungstätigkeiten unabhängig von Zeit und Ort benannt. Diese Sichtweise berücksichtigt nicht, dass die VRE selbst kein unveränderliches und fertiges Produkt darstellt, welches man als Wissenschaftler/in „nur“ benutzen muss. Digital Workspaces sind in diesem Sinne lebendige und in mehrfacher Hinsicht heterogene Gefüge.

Beispiele:

  • Heterogene Akteurskonstellation in Entwicklung und Betrieb einer VRE

An der Entwicklung einer VRE partizipieren in der Regel Fachwissenschaftler, Informatiker, Projektmanager und „hybride“ Akteure, die häufig eine fachwissenschaftliche Ausbildung besitzen und gleichzeitig im IT-Sektor Kompetenzen erworben haben. Die spezifische Zusammensetzung einer VRE ist abhängig vom jeweiligen Entwicklungsgrad der VRE und ihrem fachwissenschaftlich spezifischen Kontext. Die Fluidität erfordert eine gute Dokumentation, da gegebenenfalls durch den Wegfall von Personen Wissen verloren geht.

Die hybriden Akteure sind von besonderer Bedeutung, weil sie Übersetzungsarbeit zwischen Fachwissenschaft und Informatik leisten können (Frage der Qualifizierung dieser Akteure).

Nach wie vor wird das Mitwirken an Infrastrukturmaßnahmen als „Serviceleistung“ bewertet. Damit geht die Problematik einher, dass das fachwissenschaftliche Engagement von der eigenen Community zu wenig anerkannt wird. Da VREs von ihrer Nutzung durch Fachwissenschaftler leben, muss die Verbindung zu ihnen aktiv gestaltet werden, um nicht am Bedarf vorbei zu entwickeln (siehe Nutzungsanforderungen).

  • Heterogene Nutzungsanforderungen

Die Nutzung einer VRE hängt von ihrer Attraktivität für die Wissenschaftler ab. Dabei ist Nutzer nicht gleich Nutzer. Es gibt „Experten“, denen der Umgang mit digitalen Werkzeugen vertraut ist und die vielleicht sogar selbst an der Entwicklung digitaler Werkzeuge mitwirken. Andere dagegen erwarten ein System, das so einfach wie Google zu nutzen ist. Manche Nutzer wollen vielleicht „nur“ einen gängigen Workflow zur Verfügung haben, andere benötigen spezifische Anwendungen. Die Fragen, welche Typen von Nutzern es gibt und wie kontextspezifisch der Digital Workspace ist, sind also zentral für den Erfolg einer VRE. In diesem Zusammenhang muss erstens die Frage nach der Qualifizierung zur fachgerechten Nutzung diskutiert werden. Zweitens ist darüber zu reflektieren, welche Unterstützungsleistungen dem Forschenden vor Ort (Stärkung der lokalen Ressourcen) und durch die Betreiber einer VRE (Angebot von Schulungen etc.) zur Verfügung stehen sollten.

 

[1] VRE und Digital Workspace werden hier synonym verwendet.

eScience Research Network Saxony: Int. Conf. Infrastructures and Cooperation in E-Science and E-Humanities

Call for Papers: Int. Conf. Infrastructures and Cooperation in E-Science and E-Humanities

The International Conference on Infrastructures and Cooperation in E-Science and E-Humanities will be held from June 4-6 2014  in Leipzig. We invite you to participate and submit your paper addressing current questions and solutions in relation to one of the following thematic fields or other relevant topics:

– Invention, design and implementation of information and communication technologies to enable, enhance or empower academic activities (field 1)
– Analysis of academic processes, business models, and needs (field 2)
– Social and cultural influences and outcomes related to the use of technology in academic activities (field 3)

Submissions of full papers with originial work in english language are welcome. All papers will be peer-reviewed, a selection of the best conference papers will be published by Springer. All other papers will be published as open access electronic conference proceedings.

A special track of the conference will experiment with the innovative format of a „flipped conference“. Here, presentation videos will be shared prior to the conference via an online platform, and the meeting in Leipzig will be used in innovative and productive ways – depending on the ideas of the presenters.

All information about the submission process, conference registration, the venue and the conference program as well as the „flipped conference“ track can be found at the conference website:
http://openaccess.tu-dresden.de/ocs/index.php/ic-escience/iceseh2014

The conference is organized by the eScience Research Network Saxony. Information about the research network can be found at http://www.escience-sachsen.de.

We look forward to seeing you in Leipzig!

Yours sincerely,

The organizing team of the eScience Research Network Saxony

Interner Abschlussworkshop im Oktober

Unser Begleitforschungsprojekt „Technische und institutionelle Transformationen der Wissenschaft und deren forschungspraktische Folgen am Beispiel der Geisteswissenschaften (TextGrid) und der Klimaforschung (C3-Grid INAD)“ endet in diesem Jahr.

Im Oktober hat aus diesem Grund ein interner Abschlussworkshop mit dem BMBF, dem DLR, C3-Grid INAD und TextGrid stattgefunden. Ziel des eintägigen Workshops war die Ergebnisse des Projektes zu präsentieren und mit den TeilnehmerInnen zu diskutieren. Dabei ging es erstens um Fragen der Verwertbarkeit der Ergebnisse für Forschungsinfrastrukturprojekte der E-Science und Digital Humanities und zweitens um Fragen der Verwertbarkeit für die Governance von Infrastrukturentwicklungen in den Wissenschaften.

Der Einführungsvortrag des Workshops (pdf)

„Happy Birthday DKRZ!“

Das Deutsche Klimarechenzentrum hat sein 25-jähriges Bestehen mit einem Symposium und einem Workshop in Hamburg gefeiert (25.2.-26.2.13).

Die Festschrift anlässlich des 25-jährigen Bestehens des DKRZ ist auf der Webseite des DKRZ zum Download verfügbar!

Bild von Michael Böttinger (DKRZ) 2013

Bild von Michael Böttinger (DKRZ) 2013

„Varianz und Vielfalt“ – Wechselwirkungen zwischen Bioinformatik und Sprachwissenschaft

Vom 29.11. bis 30.11. fand in Darmstadt ein Arbeitstreffen des Projektes „Wechselwirkungen zwischen
linguistischen und bioinformatischen Verfahren, Methoden und Algorithmen: Modellierung
und Abbildung von Varianz in Sprache und Genomen.“ statt.

Der zweitägige Workshop stand unter dem Thema „Varianz und Vielfalt interdisziplinär: Wörter und Strukturen“. Mein Interesse lag vorrangig auf den Erfahrungen und Ergebnissen des Wechselwirkungs-Projektes: Ausgangspunkt des Projektvorhabens war eine spannende interdisziplinäre Fragestellung – was sind strukturelle Gemeinsamkeiten zwischen Genomcode (Codierung genetischer Information) und sprachlichem Code (Codierung von sprachlicher Information). Zwei Aspekte sollten untersucht werden, zum einen die Entwicklungsfähigkeit (Historizität), zum anderen Vielfalt bzw. Varianz (und ihre Regelmässigkeit). Die gemeinsame, empirische Datenbasis sind vernetzte Wörterbuchdaten und Daten des menschlichen Genoms.

Andrea Rapp gab einen kurzen Überblick über Herausforderungen und Chancen der interdisziplinären Kooperation. Es scheint, dass das Bemühen um Verständigung und Austausch über disziplinäre Grenzen hinweg zu einem „heilsamen“ Prozess der Selbstdisziplinierung, Formalisierung und Reflexion führte: durch die Notwendigkeit, dem fachfremden Gegenüber Methoden, Konzepte und „Forschungsstand“ zu erläutern, muss auch in der Disziplin selbst das kodifizierte Wissen neu reflektiert werden.
Einen Einblick in den möglichen interdisziplinären Transfer von Erkenntnisse und Methoden bot der Vortrag der beteiligten Bioinformatiker: Die bioinformatische Methode der Netzwerk-Analyse einer Proteindomäne wurde auf Morpheme übertragen, um nach Aussagen über den Zusammenhang von Morphemgebrauch und Morphemwandel zu schliessen.
Schon allein die Visualisierung der Veränderung und des Wandels in Konstellationen von Morphemen durch eine Netzwerk-Analyse ist ein Gewinn, über den wissenschaftlichen Aussagewert wurde noch kontrovers diskutiert. Die Bioinformatiker berichteten, dass in ihrem Teilbereich sprach-und literaturwissenschaftliche Methoden zur Erforschung des Sprachwandels zwar auf Interesse gestoßen sind, aber Untersuchungen zu Varianz und Wandel im menschlichen Genom an der Verfügbarkeit historischer biologischer Daten scheitert.

Der Großteil der Vorträge der Tagung beschäftigte sich mit sprach-und literaturwissenschaftlichen Fragestellungen zu Sprachentwicklung und -wandel, mit mehr oder weniger explizitem Einblick in technische Fragestellungen (Kodierung, Tool-Entwicklung oder Modellierungen).

Die Keynote von Anke Lüdeling fand im Kontext der Ringvorlesung „Digital Humanities“ der TU Darmstadt statt, und adressierte entsprechend die Digital Humanities Community vor Ort. Neben der Notwendigkeit des Publizierens mittels „open access“-Modelle betonte Lüdeling vorallem die Notwendigkeit einer (technologischen und wissenschaftlichen) Veränderung hinsichtlich der Offenlegung und maschin-lesbaren Auszeichnung von epistemischen Wissen und Know-How: Der Wert einer digitalen Auszeichnung liege vorallem in der Möglichkeit der Nachvollziehbarkeit subjektiver Interpretationssschritte in der wissenschaftlichen Analyse. Dafür sieht Lüdeling sozialen Innovationsbedarfs (eine Veränderung der Community bottom-up) als auch technischen Innovationsbedarf: die diachrone und synchrone Darstellung unterschiedlicher „annotation layer“ eines Objektes ist aus ihrer Sicht ein Desiderat der digitalen Geistes-und Sozialwissenschaften.

 

Workshop im Herbst mit TextGrid und C3-Grid INAD

Am 26.und 27.11. verantalten wir in Berlin einen geschlossenen Workshop zur
Infrastrukturentwicklung in den Wissenschaften mit Mitgliedern der Projekte
TextGrid und C3-Grid INAD.
Die Veranstaltung ist ein Angebot für alle aktuellen, ehemaligen und
neuen Mitglieder der beiden Projekte, über
praktische Infrastrukturentwicklung und mögliche Beiträge
sozialwissenschaftlicher Forschung zu reflektieren.

Wir freuen uns, dass wir für den zweiten Tag Dr. Josef Benedikt vom
Projekt Erina+ (http://www.erinaplus.eu/index.php/erina, ein EU-Projekt
zu „socio-economic impact assessment for eInfrastructure projects“) für
ein Impuls-Referat gewinnen konnten. Sein Vortrag soll eine weitere, zu
unserem Projekt komplementäre sozialwissenschaftliche Perspektive auf
Infrastrukturen geben. Herr Benedikt wird nach seinem Vortrag für Fragen und
Diskussion zur Verfügung stehen. Danach wird wieder in „geschlossenem“
Rahmen weitergetagt.

Programm