Projekt

Das Projekt ist beendet. Den Schlussbericht finden Sie hier (pdf).

 

Laufzeit:
01.11.2010 – 28.02.2014

Förderkennzeichen:
01UG1005

Vorhabenleiterin:
Dr. Sonja Palfner

Ausführende Stelle:
Technische Universität Berlin, Zentrum Technik und Gesellschaft (Sekr. HBS 1), Hardenbergstr. 16-18, 10623 Berlin

 

Seit einigen Jahren wird die E-Infrastrukturentwicklung in der Wissenschaft – quer durch die Disziplinen – vorangetrieben. Das Versprechen lautet: Wissenschaft und ihre Wissensproduktion wird sich durch die Entwicklung neuer – digitaler – Forschungsinfrastrukturen verändern; aus Wissenschaft wird E-Science, E-Research oder Digitale Wissenschaft.

Wie ist das Verhältnis zwischen Infrastruktur und Forschung? Warum und wodurch werden Handlungen, Menschen und Dinge entweder dem einen oder dem anderen Bereich zugeordnet?Und was geschieht, wenn diese Ordnung der Wissenschaft sich verändert? In unserem Projekt stellen wir solche und weitere Fragen.

Wir verfolgen Entwicklungen in E-Infrastrukturprojekten, wobei wir von der Annahme ausgehen, dass die Differenz zwischen Infrastruktur (häufig auch als Service definiert) und Forschung weder selbstverständlich noch unveränderlich ist. Des Weiteren vermuten wir, dass gegenwärtig Veränderungen in dieser Ordnung stattfinden, die dazu führen, dass Bereiche der Wissenschaft immer schwieriger der einen oder der anderen Seite zugeordnet werden können.

Unsere empirische Aufgabe besteht darin, ein E-Infrastrukturprojekt in den Geisteswissenschaften (TextGrid) und ein E-Infrastrukturprojekt in der Klimaforschung (C3-Grid) die kommenden drei Jahre zu begleiten. Wir untersuchen die Entwicklung von Virtuellen Forschungsumgebungen und die Institutionalisierung dieser Projekte in Deutschland. Dabei gehen wir davon aus, dass Handlungserklärungen weder vollständig auf der individuellen Ebene, noch vollständig auf der strukturellen Ebene verortet werden können. Uns interessiert, wie die beteiligten Akteure warum (miteinander) handeln und inwieweit sich die Möglichkeitsbedingungen für Wissenschaft unter dem Schlagwort „E-Science“ verändern. Ziel ist es also, das Handeln der Akteure im Kontext der beiden E-Infrastrukturprojekte besser verstehen und erklären zu können.

Die Methoden der empirischen Untersuchungen sind die teilnehmende Beobachtung, Einzel- und Gruppeninterviews, Dokumentenanalyse sowie eine qualitative Inhaltsanalyse der erhobenen Daten. Sämtliche Interviews werden aufgenommen und transkribiert.

Das Projekt wird von 2010 bis 2013 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

 

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One Response to Projekt

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